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Ernährung und Gesundheit

Daß diese beiden zusammenhängen, hat sich schon herumgesprochen.
Nur: Was gesund ist, entscheiden die Menschen selbst, und sie nehmen es nicht so genau. Schließlich gibt es hunderte Diäten und Empfehlungen, Unmengen von Fachleuten, und zum Glück so viele Ratschläge, daß jedermann und jedefrau sich aussuchen kann, was am wenigsten weh tut.

Als die Ernährung zur Wissenschaft wurde und von der Wissenschaft vereinnahmt wurde, waren die Meßgeräte sehr, sehr weit von dem entfernt, was wir heute benützen. Dementsprechend erkannten die Wissenschaftler nur das, was in großen Mengen zu finden war - die drei Grundnährstoffe Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate.
Was nicht vom Körper aufgenommen wurde, war Ballast. (Nur in der deutschen Sprache gibt es Ballaststoffe, anderso heißen sie (übersetzt) nach ihrem Aufbau Faserstoffe.)
Von Vitaminen war erst Jahrzehnte später die Rede, die Wirkung der Enzyme war unbekannt, die sekundären Pflanzenstoffe gibt es für die Wissenschaft erst seit einem Jahrzehnt, obwohl es Pflanzen seit Jahrhunderttausenden gibt....

Weiters erschien ganz wichtig der Energiegehalt der Nahrung, der durch Verbrennung ermittelt wurde. Daß im menschlichen und tierischen Körper Temperaturen von rund 37 Grad Celsius herrschen und im Glühtiegel viele hundert, stört weiter nicht. Und wie man Kalorien oder Joule beim Kochen und Anrichten feststellt, ohne Zeit zu verschwenden - dazu gibt es keine Antwort.

Die einzige Antwort auf diese alte Lehre ist:
Klasse statt Masse, Güte statt Menge.
Lebensmittel statt Nahrungsmittel

Dr. Werner Kollath hat um 1940
Die Ordnung unserer Nahrung
aufgestellt.

Lebensmittel
natürlich, unverändert : Getreide, Nüsse, Gemüse, Eier, Honig, Milch, Quellwasser. mechanisch verändert: Salate, Mehl, Schrot, Leitungswasser
fermentativ verändert: Sauerkraut, Käse, Topfen/Quark, Most, Wein, Bier

Nahrungsmittel
erhitzt: Gebäcke und Breie aus Vollkorn, Obst, Gemüse, Milch gekocht, Tee
konserviert: Dauerbackwaren, Marmeladen, Wurst, Haltbarmilch
präpariert: Fabrikfette (Margarine, raffinierte Öle Fabrikzucker aller Art, Auszugsmehle, geschälter Reis, Säuglingsnahrung, künstliches Mineralwasser.

Für den Anfänger ist sehr zu empfehlen Unsere Nahrung, unser Schicksal
Wir schicken es Ihnen gerne.

Bio ist besser!

Prof. Schuphan hat 1974 nach zwölf Jahren Vergleich von Pflanzen aus Bio-Anbau zu kunstgedüngten Pflanzen festgestellt:
Die Biopflanzen haben 23 vH mehr Trockenmasse, 18 vH mehr Eiweiß,
28 vH mehr Ascorbin, 19 vH mehr Zucker, 23 vH mehr Methionin (eine wichtige Aminosäure)
mehr wertvolle Mineralstoffe,
aber 42 vH weniger unerwünschte freie Aminosäuren und weniger Natrium

Dr. Claus Leitzmann: Die Güte des Eiweißes, die biologische Wertigkeit, hängt vor allem vom Verhältnis der einzelnen essentiellen Aminosäuren zueinander ab.
Je mehr dieser dem Bedarf des Menschen entspricht, umso höher ist die Güte des Eiweißes..

Brede, 1974, Kopfsalat, biologisch-dynamisch gedüngt hat ein ideales Aminosäureprofil.

Samaras, 1978
Bei der Lagerung von mineralisch gedüngtem Gemüse gibt es 54 vH mehr Verluste durch Schrumpfung und Verderb
und 16 vH mehr Atmungstätigkeit gegenüber biologisch gebautem Gemüse. Forschungsanstalt für biologischen Landbau, FIBL,in der Nähe von Basel, in der Schweiz
veröffentlichte 2003 die Ergebnisse des schon 22 Jahre laufenden Versuchs:
Biolandbau im Vergleich zum üblichen Wirtschaften:
Bei einem Einsatz von 47...66 vH Dünger und Energie (auch für die Bodenbearbeitung und Ernten) und von nur 3 vH Chemie bringt
90 vH der Erträge bei Weizen,
100 vH Kleegras,
60...70 vH Kartoffeln
Bodenphysik, Bodenchemie, Bodenbiolkogie und Bodenfauna sind deutlich besser.

Die Güte von Erzeugnissen der Biologischen Landwirtschaft kurz und bündig:
Mehr Nährstoffe, weniger Wasser
Mehr wichtige Verbindungen, weniger schädlichen Verbindungen.
Bessere Haltbarkeit, weniger Lagerverluste.
Keine Rückstände von Schädlingsbeämpfungsmitteln und Arzneimitteln
Besserer Geschmack
Das ergibt Lebensmittel - nicht nur Nahrungsmittel

Tiere, die mit Weizen anstelle von Brot weißem Mehl gefüttert wurden, waren fruchtbarer und hatten weniger Totgeburten:
Ratten 3 - 8 vH, Kaninchen 14 - 32 vH

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